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Apple-Event: Oktober 2018

vor 3 Monaten - 6 Minuten Lesezeit Hörzeit

Am gestrigen 30. Oktober hat Apple nach New York eingeladen, um neue Hardware vorzustellen. Neben einem neuen Mac Min und einem MacBook Air gab es das iPad Pro zu sehen, welches nun ohne Home-Button und Display-Ränder auskommt und dafür deutlich mehr Rechenleistung bietet. Wir geben einen Überblick über die Details zu den Neuvorstellungen.

Tim Cook sah auf dem Event gestern deutlich motivierter aus, als bisher gewohnt. Und ob der gebotenen Hardware hatte der Apple Chef auch gute Gründe zum grinsen. Schließlich hat das Unternehmen gestern Abend (pünktlich zu Halloween) die vermeintlich toten wieder auferstehen lassen und MacBook Air und Mac Mini aus dem Sarg gezerrt. Dabei ist durchaus brauchbare Hardware herausgekommen, die noch zeigen muss, wie sie in Apples Portfolio passt. Wir werfen einen kurzen Blick auf die neuen Geräte.

MacBook Air – Bisher

Das MacBook Air wurde in der Sekunde Kult, als Steve Jobs das ultraschlanke Gerät aus einem Umschlag zog. Das dünne Gehäuse, das Geringe Gewicht und die konkurrenzlose Akkulaufzeit ließen andere Macs und die gesamte Fraktion der Windows-Rechner vor Neid erblassen. Viel anzufangen wusste Apple mit dem Gerät allerdings nicht. Bis auf kleinere Upgrades (zuletzt im März 2015) beim Innenleben blieb das Gerät Jahrelang nahezu baugleich. Vor allem der von dicken Rändern aus Aluminium umgebene Bildschirm mit einer Auflösung von nur 1440 × 900 Bildpunkten machte das Alter der Hardware offensichtlich. Und auch die Anschlüsse ließen angesichts der aufkeimenden Popularität von USB-C zu wünschen übrig. Mit dem neuen Modell spendiert Apple dem kleinen Notebook eine Generalüberholung.

MacBook Air (2018)

Beim neuen Gerät fällt direkt der kleinere Fußabdruck auf. Wie bei vielen Geräten derzeit ist der Rand um den Bilschirm deutlich geschrumpft und bettet den 13,3 Zoll großen Display in einem deutlichen kompakteren Gehäuse ein. Kompakter ist dieses Gehäuse auch in der Höhe und misst nur noch 15,6 Millimeter und ist damit zehn Prozent schlanker als der Vorgänger. Technisch macht der Bildschirm mit einer Auflösung von  2.560 x 1.600 Bildpunkten  nun einen deutlich besseren Eindruck neben den aktuellen MacBooks. Außerdem ist dieser nun schwarz gerahmt und passt dadurch in Sachen Design wieder ins Portfolio. Die Tastatur und Trackpad ziehen ebenfalls mit der aktuellen Generation der MacBooks mit.

Apple stellt das neue MacBook Air im Trailer vor.

Im Inneren soll abermals ein großer Akku stecken, der eine Ausdauer von bis zu 13 Stunden bieten soll, sofern im Netz gesurft wird. Im kleinsten Modell stecken acht Gigabyte RAM sowie ein Intel Core i5 mit 1,56 GHz sowie 128 GB Speicher. Außerdem bietet das Notebook zwei USB-C Ports mit Thunderbolt 3. Preislich geht es bei 1349 Euro los. Bestellt werden kann jetzt und ausgeliefert wird die Hardware ab dem 7. November.

Der Mac Mini – Bisher

Der Mac Mini war das Mac-Angebot für jene Nutzer, die einen günstigen Mac suchten und ihren vorhanden Bildschirm sowie Maus und Tastatur verwenden wollen. Nach anfänglicher Euphorie verschwand der kleine Kasten allerdings ebenso in der Versenkung wie das MacBook Air. Neue Hardware gab es zum letzten Mal im Oktober 2014. Apples erstes Upgrade seit vier Jahren erneuert das Innenleben nun auch hier und frischt das Design leicht auf.

Der Mac Mini 2018

Das Äußere bleibt im Vergleich zum Vorgänger identisch. Neu hinzugekommen ist nur die graue Farbe, die den kleinen Desktop optisch an die aktuellen Desktop-Rechner von Apple anpasst. Im Inneren gibt es dagegen deutliche Anpassungen. Statt wie bisher auf Notebook-Hardware zu setzen, kommen Desktop-Prozessoren zum Einsatz die Entweder vier oder sechs Kerne besitzen und mit bis zu 64 GB RAM gepaart werden können. An Anschlüssen mangelt es dem kleinen Desktop nicht. Neben der Netzwerk-Buchse, einem HDMI-Anschluss und zwei USB-A-Ports sind vier USB-C-Anschlüsse dabei.

Apple stellt den neuen Mac Mini in einem Trailer vor.

In der Basis-Version steckt ein Core i3 von Intel dem 8 GB RAM sowie 128 GB SSD zur Seite gestellt werden. In Deutschland startet der neue Mac Mini bei einem Preis von 899 Euro.

Das neue iPad Pro

Apple hatte neben zwei neuen Macs auch seine Antwort auf die Zukunft des Computers dabei. Das iPad Pro kommt weiterhin in zwei Varianten. Eine Variante mit 11 und eine mit 12,9 Zoll Display. Beide sollten allerdings kompakter wirken als die Vorgänger. Denn zusammen mit dem Home-Button hat Apple auch den Rand entfernt oder zumindest deutlich verkleinert. Trotzdem findet Face ID einen Platz und lässt sich anders als beim iPhone sowohl vertikal als auch horizontal verwenden. Außerdem ist ein USB-C-Anschluss an Bord, der die Verbindung zu einem Display mit bis zu 5K ermöglicht. Darauf lässt sich das Bild je nach App erweitern oder spiegeln, um beispielsweise Bilder und Videos zu bearbeiten. Außerdem sollen sich Kameras und Drucker durch den Anschluss verbinden lassen, um Bilder ohne Umwege zu überspielen. Und dank des neuen A12 X Chips ist mehr als genug Power dafür an Bord. Apple vergleicht die Leistung mit jener der Xbox One S und gibt an, dass viele Windows-Laptops nicht genug Leistung mitbringen, um mit dem neuen iPad mitzuhalten. Um die Kraft optimal nutzen zu können, hat Apple einen neuen Stift entwickelt, der magnetisch am Gehäuse andockt und sich dadurch verbinden und laden lässt.

Der Trailer zum neuen iPad Pro.

Auch am Tastatur-Cover hat Apple gearbeitet, um unterschiedliche Winkel zum Aufstellen zu ermöglichen. Das iPad Pro mit 11 Zoll startet bei 879 Euro, während die 12,9 Zoll Variante bei 1099 Euro startet. Stift und Tastatur sind wie bisher nicht dabei und müssen für 150 bzw. 200 Euro zusätzlich gekauft werden.

Marvin Sommershof Marvin Sommershof Marvin ist Redakteur bei Digital gefesselt. Daneben studiert er Technikjournalismus. Er interessiert sich für Gadgets, Tools und Games. Er twittert als @Marv1992
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