Meinung·Special

Microsoft verspricht eine Menge

Und hält wenig

vor 1 Jahr - 2 Minuten Lesezeit Hörzeit

Microsoft ist kontroverses Unternehmen. Windows steht gerne als Einfallstor für Viren und Trojaner in der Kritik, während Windows Phones seit einem Jahrzehnt sterben. Meiner Meinung nach sind das alles Kleinigkeiten im Vergleich zu den immer wieder gebrochenen Versprechen aus Redmond.

Microsoft und neue Features

Das Timeline-Feature ist der Traum vieler Windows-Nutzer. Bei der Präsentation des nächsten großen Updates zeigte Microsoft die Funktion. Sie erlaubt den Nutzern, ihre Arbeit auf jedem beliebigen Gerät fortsetzen zu können. Dabei soll es egal sein ob es um ein iPad oder einen Surface geht. Doch die Sache hat einen Haken:  Beim Update ist es doch nicht dabei. Und das ist nur eins von vielen Versprechen. Letztes Jahr sollte »My People« erscheinen. Die besten Freunden direkt auf dem Desktop. Was ist passiert? Microsoft zeigt seinen Nutzern wieder den Mittelfinger. Die neue Funktion gibt’s dann nächstes Jahr. Manch einer denkt jetzt sicher: »Warum regt der sich denn so auf?«

Wer einmal lügt

Naja, die Antwort ist: Glaubwürdigkeit. Oder der Verlust von Glaubwürdigkeit. Denn wie heißt es so schön: »Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er stets die Wahrheit spricht«. Und mehr ist das für die Kunden nicht. Microsoft zeigt tolle neue Funktionen und macht dann einen Fallrückzieher. Gerade in einer Zeit, in der Kunden immer öfter auf andere Systeme und Geräte schielen, keine besonders gute Angewohnheit. Man spielt den Trollen und Hatern in die Karten und wundert sich, dass man einen oben drauf bekommt. Dabei ist die Lösung für das »Problem« doch eigentlich ganz einfach. Neue Funktionen einfach ankündigen, wenn sie fertig sind. Oder, wenn sie es ganz eilig haben, einfach als Beta oder Vorschau bezeichnen. Dann fühlen sich die Kunden auch nicht mehr hinters Licht geführt. Das Gleiche gilt übrigens für viele andere Dinge.

Strategie, welche Strategie?

So wissen die wenigen treuen Windows-Phone-Nutzer nicht wo sie stehen. Und die Xbox-Verkaufszahlen hat man auch unter den Tisch gekehrt. Hier wird es Zeit für deutlich mehr Transparenz.

Marvin Sommershof Marvin Sommershof Marvin ist Redakteur bei Digital gefesselt. Daneben studiert er Technikjournalismus. Er interessiert sich für Gadgets, Tools und Games. Er twittert als @Marv1992
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