Marketing·Special

Nona startet – die deutsche Suchmaschine mit Datenschutzfokus

vor 1 Monat - 3 Minuten Lesezeit Hörzeit

Mit Nona geht eine deutsche Suchmaschine aus Köln an den Start, die mit einem besonderen Fokus auf Datenschutz überzeugen möchte. Wir schauen uns an, was Nona konkret (und im Vergleich zur Konkurrenz) zu bieten hat.

Um dem Aspekt Datenschutz Rechnung zu tragen, verzichtet Nona auf die Einbindung von personalisierter Werbung. Zum Vergleich: Viele Suchmaschinen verdienen ihr Geld mit Werbung und den dahinterstehenden Werbenetzwerken. Detaillierte Profile von Nutzer*innen werden genutzt, um perfekt personalisierte Anzeigen sowohl in der Suche, als auch auf besuchten Seiten anzuzeigen. Dazu kommen Tracker (sogenannte Cookies) zum Einsatz, die eine Identifizierung einzelner Seitenbesucher*innen ermöglichen. Mit Nona möchte Geschäftsführer Alexander Kaiser zeigen, dass sich Geld auch mit Datenschutz verdienen lässt. 

Vergrößern

Die Ergebnisseite der neuen Suchmaschine Nona auf einem iPhone.
Die neue Suchmaschine Nona bringt ein aufgeräumtes Design und viele Zusatzfunktionen mit.

Bild: Nona

Generisch und ohne Cookies 

Während die Beschreibung »generisch «in den meisten Fällen nichts Gutes bedeutet, ist sie bei Werbeanzeigen eine besondere Auszeichnung. Statt sich an den Seitenbesuchen und persönlichen Interessen jedes einzelnen Nutzers zu orientieren, basiert die sogenannte generische Werbung einzig auf dem eingegebenen Suchbegriff. Jeder, der beispielsweise nach »Restaurants in Köln« sucht, bekommt anschließend identische, zu diesem Begriff passende Werbung zu sehen. Somit muss Nona keine Cookies setzen und verdient trotzdem Geld mit Anzeigen. Ein für 2 Euro monatlich erhältliches Bezahlmodell bietet außerdem die Möglichkeit, Werbeeinblendungen komplett verschwinden zu lassen. Zum Start kann die werbefreie Version von Nona für drei Monate ohne zusätzliche Kosten (und ohne die Angabe einer Kreditkarte bzw. ein Abo) genutzt werden.

Technische Hintergründe von Nona

Ähnlich wie einige Konkurrenten (bspw. Ecosia) setzt auch Nona auf die Search-API von Bing. Alle Anfragen werden dabei anonymisiert an die Server von Microsoft geschickt, die anschließend das passende Ergebnis liefern. Auch die Werbeanzeigen stammen aus der Bing-API. Das gesamte Drumherum, also Design und zusätzliche Funktionen stammen aus eigener Entwicklung. Zum Thema Funktionen: die Kölner Suchmaschine bietet eine Reihe an zusätzlichen Funktionen, wie eine direkte Einbindung von Podcast-Episoden in die Suche. Darüber hinaus bieten die Sofortantworten viele Möglichkeiten, wie die Generierung von QR-Codes oder die Anzeige der Kurse von Kryptowährungen. Mit der erweiterten Suche lassen sich Begriffe außerdem einfach in bestimmten Bereichen der Seite finden. Werden für die Extrafunktionen externe Dienste verwendet, verspricht das Unternehmen auch dort, auf die Weitergabe personenbezogener Daten zu verzichten.

Wie lässt sich Nona ausprobieren?

Wer jetzt Interesse hat und die neue Suchmaschine ausprobieren möchte, der hat, je nach verwendetem Gerät, unterschiedliche Optionen. Auf dem Desktop lässt sich die Suchmaschine über https://www.nona.de direkt aufrufen. Wer ein neues Android-Handy einrichtet, macht hingegen (unter Umständen) schon während des Einrichtungsvorgangs die Bekanntschaft von Nona. Im Rahmen des Choice Screen, den Google seit dem 01. September in veränderter Form anbietet. Außerdem lässt sich eine Android-App mit passendem Widget nutzen. Für die Nutzung auf iOS-Geräten bietet Nona eine eigene Hilfe-Seite mit einer kleinen Anleitung an. In dieser Hilfe-Sektion finden sich auch Tipps für weitere Browser, sowie für eine manuelle Einrichtung der Suchmaschine.

Disclaimer

Nona und Digital gefesselt stammen beide von der pooliestudios GmbH. Bei diesem Artikel handelt es sich in diesem Sinn um Eigenwerbung.

Marvin Sommershof Marvin ist Redakteur bei Digital gefesselt. Daneben studiert er Technikjournalismus. Er interessiert sich für Gadgets, Tools und Games. Er twittert als @Marv1992
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